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3. Wie alt ist die Menschheit?

Man sollte meinen, dass das Alter der Menschheit längst bekannt sei. In der Literatur finden sich dazu unterschiedliche Angaben. Die meisten Fachleute glauben, dass es seit etwa zwei Millionen Jahren Menschen gibt. Zählt man die gefundenen Steinwerkzeuge, welche die Steinzeitmenschen zurückgelassen haben, so stellt man allerdings fest, dass es für so lange Zeiträume viel zu wenig sind. Dabei handelt es sich nicht nur um einige Prozente, sondern um das 1’000-fache und mehr! Dr. Michael Brandt ist dieser und anderen Fragen nachgegangen (1) und macht vor allem auf sechs Aspekte aufmerksam, die für eine Abschätzung des Menschheitsalters bedeutsam sind:

1. das fehlende Bevölkerungswachstum,

2. die kulturell-technische Stagnation,

3. die geringen Hinterlassenschaften an Steinwerkzeugen,

4. die relativ wenigen Siedlungsplätze,

5. die Siedlungsstabilität,

6. die kurzen und teilweise gleichzeitigen Höhlenbegehungen.

Wenn man schlechte bis katastrophale Lebensbedingungen für den Frühmenschen annimmt, kommt man bei einem geringen jährlichen Bevölkerungswachstum von 0,1 % schon nach 15'000 Jahren auf 8 Millionen Steinzeitmenschen. Die Erdbevölkerung wäre selbst unter ungünstigen Bedingungen schon nach 23’000 Jahren etwa gleich gross wie heute geworden. Man weiss aber auf Grund der Hinterlassenschaften, dass die Lebensverhältnisse, (Ernährungssituation und Gesundheitszustand) meistens recht gut gewesen sein müssen, so dass ein schnelleres Bevölkerungswachstum als nur 0,1% anzunehmen ist.

Die Überreste der frühesten echten Menschen werden auf etwa 2 Millionen Jahre geschätzt. Die Menschen lebten nahezu während der gesamten Zeit ihrer Geschichte als Wildbeuter in einer Steinkultur. Aus dieser Zeit von 10'000 Jahren bis vor etwa 2 Millionen Jahre sind aber zahlenmäßig kaum nennenswerte Hinterlassenschaften bekannt. Dies ist insbesondere in Bezug auf die Steinwerkzeuge verwunderlich, da diese die Zeiten relativ gut überdauern.

Steinwerkzeuge nutzen sich beim Gebrauch rasch ab. Man musste daher ständig neue herstellen. Die verbrauchten warf man meistens einfach weg. Zählt man diese und vergleicht sie mit derjenigen Zahl, die Wildbeuter heute herstellen, dann sind es viel zu wenig für die grossen Zeiträume. Dazu ein Beispiel: In Deutschland sind seit angeblich über einer Million Jahre menschliche Hinterlassenschaften nachweisbar. In dieser Zeit gab es eine Bevölkerung von mindestens 100 Personen während 800'000 Jahren Siedlungsdauer. Man kann mit einem Verbrauch von 0,2 bis 0,7 Steinwerkzeugen pro Person und Tag rechnen. Daraus ergeben sich 6-20 Milliarden produzierte und abgelagerte Steinwerkzeuge. Man hat bis heute davon aber nur einige Hunderttausend gefunden. Millionen Steinwerkzeuge können noch im Erdboden liegen. Aber selbst diese Menge ist angesichts der immensen Zeitperiode um das 1000 fache zu klein.

Die Zahl der Siedlungsplätze der Steinzeitmenschen ist spärlich. Als Beispiel diene die Situation in Böhmen während des Magdaléniens (9’500-13'000 Jahre v. Chr.). Man schätzt, dass damals etwa 350 Menschen in 14 Gruppen verteilt waren. Sie verlegten ihre Lager mehrere Male im Jahr. Während einer Zeitspanne von 3´500 Jahren müssten diese 14 Gruppen 87'500 bis 245'000 Plätze hinterlassen haben. Gefunden hat man bisher nur 15. Auch wenn nur ein kleiner Teil der Siedlungsplätze die Zeiten überdauert hat, ist diese Zahl viel zu gering für den angegebenen Zeitraum.

Im Gegensatz zu dem, was man vermutet, war die jeweilige Aufenthaltsdauer (Begehungen) in den Höhlen nur kurz. Das geht aus den wenigen Hinterlassenschaften in den Höhlen Südwestdeutschlands hervor. So existieren zum Beispiel im Eselsburgertal drei Fundstellen aus einer 25'000- jährigen Zeitperiode, die nur wenige Male kurze Zeit besiedelt wurden. Und während einer 7´000-jährigen Periode des Jungpaläolithikums erfolgten die kurzen Begehungen auch noch zur gleichen Zeit.

Dr. Brandt diskutiert und widerlegt zahlreiche Erklärungen für die festgestellten Diskrepanzen, welche von den Demographen angeboten werden. Auch aus anderen Fachgebieten gibt es Hinweise auf eine viel kürzere Menschheitsgeschichte. So dauerte die Wiederbewaldung Mitteleuropas nach der Eiszeit nur wenige Jahrhunderte. In der Biologie wurden in den letzten Jahren sehr rasche Artbildungsprozesse beobachtet. Die radiometrischen Datierungsmethoden werden in jüngster Zeit zudem von Kreationisten mit wissenschaftlich erarbeiteten Messergebnissen in Frage gestellt. (siehe Pressemitteilung Nr. 55 von ProGenesis; L. Vardiman et.al. Radioisotopes and the Age of The Earth, 2005, 876 Seiten, Volume 2, ICR, ElCayon, CA 92021-0667, USA).

Dr. Brandt kommt zu folgender Schlussfolgerung: „Die heute verfügbaren empirischen Daten aus Demographie und Mengenabschätzungen von Hinterlassenschaften des Menschen fordern eine drastische Verkürzung des Zeitrahmens der Menschheitsgeschichte gegenüber konventionellen Vorstellungen. Statt der radiometrisch datierten zwei Millionen Jahre dürfte diese Geschichte nur einige Tausende Jahre gedauert haben“ (Seite 149).

Referenz:
(1) Michael Brandt, Wie alt ist die Menschheit? Demographie (Bevölkerungsentwicklung) und Steinwerkzeuge mit überraschenden Befunden, Hänssler-Verlag, 2006, 158 Seiten, Hardcover, 3 Abb., 29 Tab.

 

6. Intelligent Design

In der international bekannten wissenschaftlichen Zeitschrift „NATURE“ erschien am 9. September 2004 auf Seite 114 eine Nachricht, die bei den Vertretern  der Evolutionstheorie für einige Unruhe sorgte. In einer nach anerkannten wissenschaftlichen Regeln herausgegebenen Zeitschrift war ein Artikel erschienen, der die Theorie der „Intelligenten Schöpfung“ (intelligent design) ausführlich beschrieben und verteidigt hat. „Intelligente Schöpfung“ wird vor allem in den USA seit einigen Jahren mit Erfolg als Alternative zur Evolutionstheorie propagiert. Um einen Zusammenhang mit Religion zu vermeiden, wird in dieser Theorie nicht von einem Schöpfer gesprochen, nur von Schöpfung (design). Die bekannten Evolutionstheorien sind immer noch nicht in der Lage, die Entstehung von neuen Formen der Lebewesen (Makroevolution) und die Entstehung der informationsreichen Moleküle (DNS) in den Zellen zu erklären.  Diese Unzulänglichkeit hat dagegen die Theorie der Intelligenten Schöpfung nicht. Intelligente Schöpfungen kann auch der Mensch hervorbringen. Jedes Computerprogramm ist eine intelligente Schöpfung, und ohne die Intelligenz des Programmierers wäre es nie entstanden. Also ist intelligente Schöpfung ein durchaus weit verbreitetes wissenschaftlich angewendetes Werkzeug.

Die deutsche Übersetzung des Artikels von Meyer ist auf folgendem Link zu lesen:

www.intelligente-schoepfung.ch/inhalte/intsch.pdf

 

Referenz: Die Entstehung von biologischer Information und höheren Kategorien von Organismen, Dr. Stephen C. Meyer, Proceedings of the Biological Society of Washington 117(2):213-239, 4. August 2004.

Originalartikel auf folgender Adresse: http://www.discovery.org/scripts/viewDB/index.php?command=view&id=2177

 

8. Die radiometrischen Methoden

(revidiert am 12.2.09)

 

Wenn man die Annahme macht, dass die Geschwindigkeit des Zerfalls der radioaktiven Substanzen immer konstant geblieben ist, und dass die kurzlebigen Isotope (Isotope sind Atome mit unterschiedlicher Neutronenzahl) nicht berücksichtigt werden müssen. so ergeben die radiometrischen Methoden zur Altersbestimmung  sehr hohe Alter. Je nach dem Gehalt von radioaktiven Substanzen spielen dabei die Zerfallsreihen eine wichtige Rolle.

Grundsätzliches zur nachfolgenden Darstellung der Zerfallsreihen: Die Elemente sind die Grundbausteine des Universums. In der Natur kommen etwa 90 verschiedene Elemente vor. Von allen Elementen gibt es Isotopen. Isotopen vom selben Element haben untereinander dieselben chemischen Eigenschaften, jedoch eine unterschiedliche Atommasse. In der Darstellung der Zerfallsreihen stellt jede Zahl mit einem anschliessenden Buchstaben oder Buchstabenpaar ein Isotop eines Elementes dar. Die Zahl bezeichnet die Atommasse; der oder die Buchstaben bezeichnen den abgekürzten Namen des Elementes.
 Nachfolgend drei wichtige Zerfallsreihen, in denen auch der Zerfall der kurzlebigen Isotope berücksichtigt wird. Dann folgt ein Kommentar dazu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9. Komentar zu den Zerfallsreihen

von Uran und Thorium

Die geologischen Alter der Erde werden vor allem auf der Grundlage von oben dargestellten Zerfallsreihen bestimmt. Die Elemente Uran und Thorium zerfallen zum Beispiel in mehreren Stufen sehr langsam zu Blei. Jedes Isotop von Uran oder Thorium zerfällt in einer anderen Reihenfolge zu Blei. So zerfällt zum Beispiel  238-Uran in folgender Reihenfolge und mit den daneben stehenden Halbwertszeiten zu 206-Blei:

 

238 Uran
4,46 Milliarden Jahre
234 Thorium
24,1 Tage
234 Protactinium
6,69 Stunden
234 Uran
245 000 Jahre
230 Thorium
75 400 Jahre
226 Radium
1599 Jahre
222 Radon
3,82 Tage
218 Polonium
3,04 Minuten
214 Blei
27 Minuten
214 Bismut
19,9 Minuten
210 Polonium
0,16 Millisekunden
206 Blei
stabil

 

Die Zeitangaben bedeuten Halbwertszeiten, welche angeben, in welcher Zeit das betreffende Isotop zur Hälfte zerfallen ist. Massgebend für die konventionelle Altersbestimmung ist nur der höchste Wert, hier der von Uran-238. Alle andern Halbwertszeiten in der selben Reihe sind um mehrere Grössenordnungen kürzer und können daher vernachlässigt werden. Bei der Entstehung (Schöpfung) der Isotope ist nicht nur 238-Uran entstanden, sondern wahrscheinlich auch einige, wenn nicht sogar jedes der angegebenen Isotope. Und jedes ist mit der ihm charakteristischen Halbwertszeit schliesslich zu Blei zerfallen. Daher könnte ein Teil des Bleies nicht vom Uran stammen, sondern von kurzlebigen Isotopen. Die Altersangaben, die sich nur auf die langlebigen Isotopen beziehen, sind ausserdem davon abhängig, ob in der fernen Vergangenheit der Zerfall ebenso “langsam“ wie heute abgelaufen ist. Nimmt man an, dass die Zerfallsgeschwindigkeit vorübergehend höher war, so ist ein Erdalter zwischen 6'000 und 10'000 Jahren tatsächlich möglich. Es gibt neuerdings Hinweise dafür, dass vorübergehend ein sehr schneller Zerfall stattgefunden hat:

Don DeYoung beschreibt in seinem Buch „Thousands… not Billions“ (5) fünf Befunde, die auf einen beschleunigten Zerfall in der Vergangenheit schliessen lassen. Es sind dies: Der Gehalt von Kohlenstoff-14 in Diamanten (Seite 60), der hohe Heliumgehalt von Zirkonkristallen (Seite 73), die statistische Verteilung der Strahlungshöfe in den geologischen Formationen (Seite 93), die Anzahl von Spaltspuren in Zirkonkristallen (Seite 106), die unterschiedlichen Resultate bei unterschiedlichen Bestimmungsmethoden (Seiten 117, 126).

Referenz:
(5) Don DeYoung, Thousands... not Billions, Master Books, 2005

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