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18. Informationen, die der Schöpfer geschriebnen hat,

Wie die Baupläne der Lebewesen aufgebaut sind.

 

 

Durch die Molekularbiologie haben wir neue Erkenntnisse gewonnen, die zeigen, dass alle Lebewesen durch einzigartige Informationen, die sie enthalten, aufgebaut und erhalten werden. Im obigen Schema wird versucht, diesen Informationsspeicher durch fünf verschiedene verschachtelte Ebenen darzustellen. Jede dieser fünf Ebenen musste von einer intelligenten Instanz geschaffen werden. Alle Ebenen sind voneinander abhängig, wenn man eine entfernt, geht die Information verloren. Die fünf Ebenen müssen zueinander stimmen. Sie können jede für sich von einer intelligenten Instanz verändert werden. Wenn dabei die Information erhalten bleiben soll, muss man den Sinn der Information verstehen und auch die Struktur des Speichers genau kennen. Anderseits sind alle fünf Ebenen dem Zerfall oder der Zerstörung ausgesetzt  (durch Mutationen, Entropie). Mutationen können entweder durch Strahlung oder beim Kopiervorgang entstehen. Eine Mutation verändert meistens einen Buchstaben. Das hat zur Folge, dass das Wort, in dem sich dieser Buchstabe befindet, sinnlos oder falsch wird. Dadurch kann die Information unwirksam werden. Die Informationen können auch durch andere Mechanismen verändert werden (zum Beispiel durch Deletion, Insertion, Inversion, Translokation, Duplikation, Gentransfer). Doch keiner von diesen Mechanismen kann qualitativ neues genetisches Material hervorbringen. 
Eine zufällige Entstehung der Informationen, wie sie in den Lebewesen vorhanden sind, konnte noch nie beobachtet werden. Computerprogramme haben eine gewisse Ähnlichkeit mit den Informationen in den Lebewesen. Eine zufällige Entstehung eines Computerprogramms ist undenkbar; nur eine intelligente und ausgebildete Person kann es schreiben. Ebenso müssen die Informationen in den Lebewesen von einem hochintelligenten Schöpfer geplant und gemacht worden sein. Man spricht daher auch von einem Bauplan. Von dieser Sprache, in der die Baupläne abgefasst sind, versteht man immer mehr Sätze. Obwohl nach der Entschlüsselung eines Genoms alle Worte bekannt sind, muss der Sinn der Sätze zusätzlich erforscht werden.

Bemerkenswert am biologischen Informationssystem ist sein genialer Aufbau. Auf der Ebene der Buchstaben befinden wir uns in einem eindimensionalen System: Die Buchstaben sind aneinader gereiht, sodass sie einen eindimensionalen Faden bilden. Ihr Inhalt hingegen beschreibt ein dreidimensionales Lebewesen. Allein schon diese Tatsache zeigt, dass nur ein hochintelligenter Schöpfer das Leben geschaffen haben kann.

 

19. Evolution in den Schulbüchern

Spricht man von der Evolution der Lebewesen, so ist es wichtig, Mikroevolution von Makroevolution zu unterscheiden. Mikroevolution wird von der Schöpfungswissenschaft durchaus anerkannt. Es sind zahlreiche Mechanismen bekannt, die zu Veränderungen der Lebewesen führen, doch ermöglichen sie nur Variationen und Spezialisierungen bereits vorhandener Baupläne innerhalb von Grundtypen. Grundtypen sind die Schöpfungseinheiten des Lebens (“geschaffene Arten“). Ein Beispiel für einen Grundtyp ist die Familie der Pferdeartigen, zu denen Pferde, Esel und Zebras gehören.

Quantitative Veränderungen schon vorhandener Organe, Strukturen oder Baupläne ist Mikroevolution. Die bestehende Information in der DNS wird durch Mutationen punktförmig verändert, aber nicht mit Neuem vermehrt (53) (die Zahlen in Klammern betreffen die Seitenzahlen im Biologie-Schulbuch von „Junker & Scherer“, Evolution, ein kritisches Lehrbuch, 1998, Weyel-Verlag).

Makroevolution ist die Entstehung neuer, bisher nicht vorhandener Organe, Strukturen und Baupläne (53). Dies bedingt eine Zunahme neuer Informationen in der DNS oder eine wesentliche Veränderung derselben (Beispiel: wenn aus einem Fisch ein Frosch werden soll). Es bedeutet eine sprunghafte und sinnvolle Zunahme oder Veränderung der Information in der DNS. Makroevolution wurde bisher noch nie direkt beobachtet. Es fehlt auch der dazu nötige Mechanismus. Sinnvolle Information kann nur von einer intelligenten Instanz hervorgebracht werden.

 

Beispiele: In den Schulbüchern und in den meisten Biologie-Lehrbüchern werden seit Jahrzehnten die gleichen Beispiele für Evolution beschrieben, ohne den Leser darauf hinzuweisen, dass dies in Wirklichkeit bestenfalls Beispiele für Mikroevolution sind. Eine Reihe von Mikroevolutionsvorgängen hat noch nie zu Makroevolution geführt (79), weil durch Mikroevolution keine Zunahme von neuartigen und sinnvollen Informationen in der DNS entsteht.

 

Beispiel Birkenspanner (72). Der Birkenspanner, ein Schmetterling, hat seine Farbe den Baumstämmen angepasst, auf denen er sich oft aufhält. Weil die Industriekamine immer mehr Russ ausgestossen haben, wurden die Baumstämme in dieser Umgebung immer dunkler, mit ihnen auch die Birkenspanner. So wurde er von den Vögeln, die ihn fressen, weniger gut entdeckt.

Gegenargument: Dies war weder Mikroevolution noch Makroevolution. Die Information für die dunklere Färbung ist in der DNS des Birkenspanners schon vorhanden. Es sind keine neuen Merkmale entstanden. Einige wenige dunkle Birkenspanner hat es schon immer gegeben. Nur deren Anzahl hat einfach überhand genommen. Das war nur Populationsgenetik.

Sichelzellenanämie (73) ist eine Blutkrankheit. Personen, die Sichelzellen statt normale Blutkörperchen im Blut haben, sind immun gegen Malaria. In malariaverseuchten Gebieten nimmt daher der Anteil von Leuten mit Sichelzellen zu. Die Bevölkerung als Ganzes scheint gegen Malaria resistent zu werden.

Gegenargument: Auch hier ist nichts Neues entstanden. Der bereits bestehende Malaria-resistente Anteil der Bevölkerung hat sich lediglich vergrössert.

DDT-Resistenz von Insekten (73). Fliegen wurden nach einer gewissen Zeit unempfindlich gegen das Insektengift DDT.

Gegenargument: Alle Untersuchungen sprechen dafür, dass ursprünglich seltene genetische Varianten den Genbestand der Insektenpopulationen verändert haben. Alle resistenten Fliegen sind die Nachkommen dieser seltenen Varianten. Es ist wiederum nichts Neues entstanden. Nur bereits bestehende Arten haben sich ausgebreitet.

Darwin-Finken (53). Auf den Galapagos-Inseln haben sich 13 verschiedene Finkenarten gebildet, die unterschiedliche Körpergrösse, Gefiederfärbung, Schnabelform und –grösse haben.

Gegenargument: Auch hier handelt es sich um Mikroevolution. Es ist nichts grundlegend Neues entstanden, nur bereits vorhandene Organisationsmerkmale wurden durch Mutationen modifiziert. Die erwähnten Finkenarten gehören alle zum selben Grundtyp.

Archaeopterix (219). Dieser “Urvogel” gilt als Bindeglied zwischen Saurier und Vogel. Er hat Federn wie ein Vogel, aber zugleich Zähne im Kiefer und Krallen an den Flügelenden.

Gegenargumente: Die selben Reptilien-Merkmale finden sich bei ganz unterschiedlichen Reptiliengruppen, die sich dadurch  gegenseitig als Vorfahren des “Urvogels” ausschliessen. Man hat zudem einen anderen fossilen Vogel gefunden, den Protoavis, welcher deutlich älter ist als der Archaeopterix. Also kann dieser nicht die gesuchte Zwischenform sein.

Biogenetisches Grundgesetz (180). Haeckel verbreitete die These, dass der menschliche Embryo während seiner Entwicklung verschiedene Stadien der Evolution wiederhole. Im Fischstadium habe er sogar so etwas wie Kiemen. Er versuchte dies mit Zeichnungen der Embryos in verschiedenen Entwicklungsstufen zu beweisen.

Gegenargument: Mehrere Überprüfungen von Haeckels Behauptungen haben ergeben, dass seine Zeichnungen gefälscht sind. Die angeblichen Kiemen sind in Wirklichkeit Beugefalten, die sich zu Strukturen des Gesichtsschädels und Halses ausbilden. Auch die übrigen Inhalte des biogenetischen Grundgesetzes wurden schon vor vielen Jahren von Embryologen widerlegt und müssten eigentlich längst aus den Schulbüchern verschwunden sein.

Pferdereihe (234). Das Urpferdchen Hyracotherium gilt als sicherer Vorfahre der Pferde. Darauf folgt ein Stammbaum von fünf Stufen mit zunehmend grösseren Tieren, welcher mit passenden Fossilien belegt werden kann.

Gegenargument: Mit sich häufenden Fossilfunden entstand aus dem Stammbaum ein Stammbusch mit zahlreichen Seitenzweigen. Verwickelte Wanderungen der vermuteten Pferdevorfahren zwischen Amerika und Europa müssen postuliert werden. Einzelne Merkmale wie Grösse, Zähne und Zehen entwickelten sich nicht in einheitlicher Richtung. Die Zahl der Rippen passt nicht ins Evolutionsschema, sie schwankt regellos zwischen 15 und 19 Rippen. Die Übergänge zwischen den Stationen sind nicht lückenlos, sondern machen Sprünge. Die erforderlichen Änderungen der Merkmalskomplexe können durch Fossilien nicht belegt werden.

Stammbaum (211). Die Fossilien zeigen, dass ein Stammbaum der Lebewesen existiert, der im Präkambrium mit Mikrofossilien beginnt und in den geologischen Formationen nach aufwärts immer höher organisierte Lebewesen zeigt. Im Kambrium beobachten wir ein plötzliches Auftreten verschiedener Vielzeller, weiter oben folgen die ersten Wirbeltiere, im Mesozoikum die Säugetiere und Vögel, und im Känozoikum erscheint schliesslich der Mensch.

Gegenargument: Alle Grundtypen der Lebewesen treten plötzlich auf, ohne jeden Übergang von einfacheren Formen. Zwischen den einzelnen Grundtypen gibt es keine Übergangsformen. In der DNS der verschiedenen Grundtypen beobachtet man mit zunehmender Komplexität eine markante sprunghafte Zunahme sinnvoller Informationen. Das spricht für Schöpfung, denn es gibt keinen natürlichen Mechanismus für die Entstehung von neuen Informationen (Bauplänen).

Rudimentäre (unvollständige) Organe (169). Beim Menschen und den Tieren gibt es zwecklose Organe, die gegen einen Schöpfer sprechen, hingegen mit Evolution erklärt werden können. Zum Beispiel der Wurmfortsatz am Blinddarm des Menschen, die Beckengürtelreste bei Walen oder die Flügelstummel bei flugunfähigen Insekten oder Vögeln.

Gegenargument: Rudimentäre Organe erweisen sich beim näheren Studium immer als sinnvoll und nützlich und sind daher kein Argument gegen Schöpfung. Der Wurmfortsatz des Menschen hat eine Abwehrfunktion bei Allgemeinerkrankungen. Die Beckengürtelreste bei Walen haben Beziehungen zum Genitalapparat und dienen als Ansatzstellen für die starke Aftermuskulatur. Die Flügelstummel flugunfähiger Insekten oder Vögel liegen im Bereich der Mikroevolution. Sie stellen eine Degeneration dar mit Abnahme der Informationen in der DNS. Das ist das Gegenteil von Evolution.

Homologe (ähnliche) Organe (154). Übereinstimmende Baupläne verschiedener Organismen werden homolog genannt, zum Beispiel die Brustflosse der Fische, die Vorderextremität der Landwirbeltiere und der Vogelflügel. Homologe Strukturen sind einander in der Regel augenscheinlich ähnlich. Homologie bildet die Grundlage für unsere Kenntnisse vom Ablauf der Stammesgeschichte.

Gegenargument: Ähnlichkeiten an sich geben noch keine Auskunft über ihre Entstehung (294). Homologie ist bei einem gemeinsamen Schöpfer ebenso zu erwarten, denn er hat wie in einem Baukastensystem ähnliche Elemente bei verschiedenen Lebewesen verwendet. Dies gilt insbesondere für die Grundbausteine (Proteine) und die Informationsspeicher (DNS) der Lebewesen.

 

Schlussfolgerung: Mikroevolution kann man beobachten. Sie verläuft nach bekannten Mechanismen. Makroevolution hingegen kann man weder beobachten, noch sind Mechanismen bekannt, die sie ermöglichen. Die Informationen in der DNS der Lebewesen mussten von einer Intelligenz geschaffen werden. Gemäss den Angaben der Bibel (1. Mose 2, 1-2) hat der Schöpfer die Lebewesen (Grundtypen) fertig geschaffen. In 1. Mose 2,1 heisst es: „So wurden die Himmel und die Erde und all ihr Heer vollendet.“ „Vollendet“ bedeutet, dass der Schöpfungsvorgang abgeschlossen war. Es hat kein Entwicklungsprozess stattgefunden. In Hebr.11,3 steht: ”Durch Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort ins Dasein gerufen worden ist; es sollte eben das jetzt Sichtbare nicht aus dem sinnlich Wahrnehmbaren entstanden sein.” Das ist eine deutliche Absage an Makroevolution. Denn am siebten Tag war eine fertige ("erwachsene") Schöpfung vorhanden.

 

20. Milliarden Jahre alte Sterne und Galaxien?

Die Astronomen berichten, dass die am weitesten entfernten Himmelskörper bis 18 Milliarden Lichtjahre weit weg seien. Das würde bedeuten, dass das Universum mindestens 18 Milliarden Jahre alt sein muss. Also stimmt die Schöpfungsgeschichte der Bibel doch nicht, in der steht, dass Gott Himmel und Erde in nur 6 Tagen gemacht habe? Dieser Widerspruch lässt sich auf verschiedene Art lösen. Eine Möglichkeit ist folgende: Man nimmt an, dass die Lichtgeschwindigkeit unendlich gross ist, wenn das Licht auf uns zukommt, aber nur die Hälfte des konventionellen Wertes, wenn es sich von uns entfernt. Dann sieht man die sehr weit entfernten Sterne sofort, sobald sie geschaffen wurden. Die gemessene Lichtgeschwindigkeit bleibt unverändert. Daher ist es möglich, dass das Weltall nur 6000 Jahre alt ist, dessen Ausdehnung aber 18 Milliarden Lichtjahre sein kann. Die ersten Menschen haben daher auch die weit entfernten Sterne sofort gesehen, trotzdem diese viele Lichtjahre entfernt sind. Die Annahme einer richtungsabhängig unterschiedlichen Lichtgeschwindigkeit ist zwar schwer verständlich. Aber die übliche Annahme einer von der Geschwindigkeit der Lichtquelle unabhängigen konstanten Lichtgeschwindigkeit ist ebenso unverständlich. Nähere Einzelheiten zu dieser Theorie siehe: Robert Newton: Distant Starlight and Genesis: conventions of time measurement. TJ Vol. 15(1), 2001, Seiten 80-85 und Letters, TJ Vol. 15(3), 2001, Seiten 53-57.

 

Es gibt noch folgende Möglichkeit, um die Milliarden Lichtjahre grossen Entfernungen zu erklären: Gott hat ein „erwachsenes“ Universum geschaffen. Damit meint man, dass das Universum als fertiges System gemacht wurde, das ein scheinbares Alter von 18 Milliarden Jahren hat. Man kann es  mit der Erschaffung von Adam vergleichen der auch als fertiger erwachsener Mensch geschaffen wurde und nicht als neugeborenes Kind. Ein Tag nach seiner Erschaffung schien er 30 Jahre alt zu sein, trotzdem er in Wirklichkeit nur einen Tag alt war.

Es ist auffällig, dass etwa 50-mal in der Bibel (sinngemäss) steht: „Gott schuf Himmel und Erde“. Es heisst nirgends, dass der Himmel oder die Erde in langen Zeiträumen entstanden seien.

21. Sonne, Mond und Kometen sind "jung"

Von Dr. Faulkner

Dr. Faulkner ist Professor für Astronomie und Physik an der Universität von Südkarolina, Lancaster. Er hat in der Bob Jones-Universität den Bachelor of Science für Mathematik erworben, den Master of Science für Physik in der Clemson Univerität, den Master of Arts und den Doktor in Astronomie erhielt er in der Indiana Universität. Dr. Faulkner’s primäres Interesse gilt der Astronomie der Sterne, insbesondere der Doppelsterne. Auf dem Gebiet der astronomischen Forschung hat er 38 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht. Er schreibt:

Welche Voraussetzungen machen wir?

Die meisten Menschen haben den Eindruck, dass alle Wissenschaftler methodisch logische Leute sind, die keine vorgefasste Meinung haben und dass sie daher zu rationalen Folgerungen kommen, dieunbelastet sind von Vorurteilen. Leider ist dies nur die halbe Wahrheit, wie das meistens mit Klischeevorstellungen ist. Wissenschaftler mit all ihren Schwächen und Fehlern beurteilen die Dinge nämlich nicht anders als ganz gewöhnliche Menschen. Die Voraussetzungen, die wir am Anfang machen, ob wir das realisieren oder nicht, sind unter den Wissenschaftlern wahrscheinlich der am wenigsten beachtete Faktor. Wir alle machen immer wieder besondere Voraussetzungen, unabhängig davon, ob wir uns dessen bewusst sind, oder nicht. Im Gegensatz zur öffentlichen Meinung müssen aber Vorurteile nicht zum vornherein schlecht sein. Es ist in Wirklichkeit gar nicht möglich, gar keine Vorurteile zu haben. Wir können herausfinden welche Annahmen wir selber machen, unsere Vorurteile erkennen und dies in manchen Fällen sogar berücksichtigen. Es kann grosse Probleme geben, wenn wir uns nicht bewusst sind, welche Voraussetzungen wir machen, denn dann sind wir der irrigen Ansicht, keine Vorurteile zu haben.

Sehr vieles in der heutigen Wissenschaft beruht auf der Annahme, dass die materielle Welt die einzige Realität sei. Den meisten Leuten entgeht dies. Es war nicht immer so. Als die Wissenschaft, wie wir sie heute kennen, vor mehr als drei Jahrhunderten sich zu entwickeln begann, realisierten die Wissenschaftler, dass die Welt bestimmten Regeln folgt. Isaac Newton und viele seiner Zeitgenossen glaubten, dass Gott diese Regeln gegeben habe und dass sie anlässlich der Schöpfung vom Schöpfer bestimmt worden seien. Heute glauben die Wissenschaftler, dass die Naturgesetze schon immer existierten und dass man sie daher in die Vergangenheit extrapolieren dürfe, sodass wir erfahren können, wie die Schöpfung abgelaufen ist. Mit anderen Worten: Gott selbst hat in Bezug auf die Fragen des Ursprunges keine Bedeutung mehr. Das will nicht heissen, dass die meisten Wissenschaftler Atheisten sind, denn ich habe herausgefunden, dass die meisten es nicht sind. Unglücklicherweise bedeutet der Ausschluss Gottes aus der Wissenschaft, dass die Wissenschaft trotzdem zum grössten Teil zu einer atheistischen Unternehmung geworden ist. Es ist traurig, dass man feststellen muss, dass die meisten Wissenschaftler bestenfalls Deisten (Gottgläubige) sind oder sich schlimmstenfalls einfach der vorherrschenden Meinung anpassen.

Welche Annahmen mache ich nun? Ich nehme an, dass es einen Schöpfer gibt (ich kann ohne diesen die Welt nicht ergründen). Ich nehme ausserdem an, dass er sich für die Welt interessiert und sich für sie einsetzt. Ich nehme an, dass er sich der Menschheit durch die Bibel selbst offenbart hat. Es ist interessant, dass die Bibel nie versucht, Gottes Existenz zu beweisen, oder angibt, Gottes einzige Offenbarung zu sein. Sie macht nur die Annahme, dass ihre Position stimmt. Bejaht man diese Annahmen, so muss auch die biblische Schöpfungsgeschichte wahr sein. Das erste Buch Mose sagt uns, dass die Schöpfung in sechs Tagen vollendet wurde. Diese sechs Tage sind nur einer von vielen Aspekten der biblischen Schöpfungsgeschichte, der nicht mit dem übereinstimmt, was die moderne Wissenschaft über den Anfang der Welt sagt. Beachten Sie, dass sich meine Argumente nicht auf die ganze Wissenschaft beziehen, sondern nur auf die Behauptung, dass uns allein die Wissenschaft eine gültige Antwort zu den Fragen des Ursprunges geben könne.

Waren die sechs Schöpfungstage nur symbolische Tage? Wie alt ist das Universum? Die Antworten zu diesen zwei Fragen sind voneinander abhängig. Die beste Auslegung der Schöpfungsgeschichte im ersten Buch Mose ist die, dass es 24-Stunden Tage waren. Viele Christen  versuchen, diese Tage als lange Zeitperioden zu verstehen, aber ich glaube, dass die Ansicht, die Welt sei sehr alt, nicht auf wissenschaftlichen Voraussetzungen beruht. Denn es ist nicht eine Interpretation der Schöpfungsgeschichte, sondern ein hineininterpretieren der eigenen Meinung. Die Chronologien des alten Testamentes vermitteln uns eine recht vollständige Geschichte der Menschheit und ermöglichen es auch, die Zeit, die seit der Schöpfungswoche abgelaufen ist, grob abzuschätzen. Es dürften etwa 6000 Jahre sein.
 Das ist eine radikale Idee, und viele Leute verwundern sich, dass es Wissenschaftler gibt, die diese Idee sehr ernst nehmen.

Es ist die Aufgabe der Schöpfungswissenschaftler, zu denen ich mich zähle, die Welt unter dieser Voraussetzung zu studieren und zu interpretieren. Gibt es Tatsachen in unserer Welt, die auf eine junge Schöpfung hinweisen? Ich meine Ja. Man muss dabei bedenken, dass einige der Beobachtungen, die für eine junge Schöpfung sprechen, lediglich die obere Grenze des möglichen Alters bedeuten, und  dass daher das wirkliche Alter geringer sein kann. Es bedeutet, dass die Welt kaum älter sein kann, wohl aber jünger.

Das Erde-Mond-System

Nehmen wir als Beispiel das System von Erde und Mond. Die meisten Leute nehmen an, dass der Mond seit der Entstehung der beiden Himmelskörper um die Erde kreist. Die meisten Wissenschaftler glauben, dass das Sonnensystem vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstanden sei; für die Schöpfungsvertreter geschah dies vor etwa 6000 Jahren. Vor mehr als einem Jahrhundert entdeckte der Astronom George Darwin, Sohn des berühmten Charles Darwin, dass sich der Mond in einer Spirale langsam von der Erde entfernt. Der Grund dafür liegt in der gegenseitigen Gezeitenwirkung von Erde und Mond. Diese bremst die Erdrotation langsam ab (der Tag  wird verlängert).  Man hat gemessen, dass der Tag um 0,0016 Sekunden pro Jahrhundert länger wird, und jedes Jahr entfernt sich der Mond um 4 cm von der Erde. Das sind sehr geringe Werte, aber über lange Zeiträume sind sie nicht vernachlässigbar. Interessant dabei ist, dass die Gezeitenwirkung eine sehr steile Funktion der Erde-Mond-Distanz aufweist. Je näher der Mond bei der Erde ist, umso grösser werden Ebbe und Flut. Sie nehmen mit abnehmender Distanz mit der sechsten Potenz zu. Berücksichtigt man diese Zunahme, so hätte der Mond vor weniger als 1,5 Milliarden Jahren Kontakt mit der Erde gehabt. Man müsste dann auch die Auswirkungen der riesigen Gezeiten in den Fossilien feststellen können, doch diese fehlen.

Bedeutet dies nun, dass das Erde-Mond-System nur 6'000 Jahre alt ist? Nein, aber es stimmt mit einem Erde-Mond-System überein, das nur 6'000 Jahre alt ist. Es bedeutet, dass die Möglichkeit besteht, dass das Erde-Mond-System nicht 4,5 Milliarden Jahre alt sein kann. Was sagen jene dazu, die an ein mehrere Milliarden Jahre altes Erde-Mond-System glauben? Sie versichern uns, dass die Gezeitenwirkung in der Vergangenheit viel schwächer gewesen sei. Das ist eine Annahme, aber hält sie einer Prüfung stand? Wir setzen zunächst voraus, dass die Welt Milliarden Jahre alt sei und dass die Gesteinsschichten so abgelagert wurden, wie es viele Wissenschaftler behaupten. Es gibt verschiedene Untersuchungen von fein geschichteten Ablagerungen, welche angeblich eine tägliche Ebbe und Flut zeigen. Dies ermöglicht die Bestimmung des Verhältnisses von Tageslänge und Monat. Daraus kann die Entwicklung der Gezeitenwirkung abgelesen werden. Diese Studien erstrecken sich über eine halbe Milliarde Jahre und sie ergeben, dass die gegenwärtige Gezeitenwirkung in der Vergangenheit gleich stark war wie heute. Das bedeutet, dass auf Grund der Angaben der Evolutionisten selbst die heutige Gezeitenwirkung nicht stärker ist, als sie in der fernen Vergangenheit war und dass es (auf Grund von Berechnungen) vor etwas mehr als einer Milliarde Jahre ein grosses Ereignis gegeben haben muss. Das ist für die Kurzzeitkreationisten kein Problem, hingegen schon für die, die glauben, dass Erde und Mond mehr als eine Milliarde Jahre alt seien.

Die Sonne

Ähnliches gilt für die Sonne. Wir glauben, dass die Sonne ihre Energie von der thermonuklearen Fusion von Wasserstoff zu Helium in ihrem Innern bekommt. Gemäss der Theorie hat die Sonne genug Kernbrennstoff, um für 10 Milliarden Jahre zu brennen. Wenn sie 4,5 Milliarden Jahre alt ist, ist etwa die Hälfte ihrer möglichen Lebenszeit abgelaufen.

Während den 4,5 Milliarden Jahren hat sich die Sonne langsam verändert. Im Kern der Sonne hat die Umwandlung von Wasserstoff zu Helium die Kernzusammensetzung verändert. Das hat zu einer langsamen Schrumpfung des Sonnenkernes geführt und zu einer Erhöhung der Temperatur. Das vergrösserte die Fusionsrate und damit auch die Helligkeit der Sonne. Berechnungen zeigen, dass die Sonne heute 40 % heller sein müsste als sie vor den angeblichen 4,5 Milliarden Jahren war, und dass die Sonne 30 % heller sein müsste, als vor 3,5 Milliarden Jahren, als das Leben angeblich auf der Erde erschienen ist. Viele sorgen sich wegen der globalen Erwärmung, wenn wir weiterhin den Treibhauseffekt verstärken; man müsste sich auch fragen, welchen Einfluss die langsame solare Erwärmung in der Vergangenheit gehabt hat. Wenn es während Milliarden Jahren keine Veränderungen in der Atmosphäre gegeben hat, hätte es zu einer 16-18 Grad celsius höheren durchschnittlichen Temperatur geführt.

Die heutige mittlere Erdtemperatur ist etwa 15 C, also müsste damals die durchschnittliche Erdtemperatur unter dem Gefrierpunkt gelegen haben. Niemand glaubt, dass das wirklich so war. Man nimmt allgemein an, dass sich die durchschnittliche Erdtemperatur während der Erdgeschichte nicht stark veränderte, wenn überhaupt.
 Wie erklären wir nun dieses Paradoxon einer früher schwächeren Sonne? Evolutionisten, die glauben, dass Erde und Sonne mehrere Milliarden Jahre alt sind, müssen die Annahme machen, dass die Atmosphäre der frühen Erde viel mehr Treibhausgase enthielt, als die heutige. Während die Sonne dann heller wurde, musste die Erdatmosphäre sich so verändern, dass sie immer weniger Treibhausgase enthielt und so der zunehmenden Helligkeit entgegenwirken konnte.

Wie sich zwei vollständig unzusammenhängende Prozesse so entwickeln können, dass sie sich während Milliarden Jahren genau kompensieren, ist schon ausserordentlich. Die Annahme scheint mir glaubwürdiger, dass nämlich die Erde vor einigen Tausend Jahren geschaffen wurde und zwar mit ziemlich genau derselben Atmosphäre, wie wir sie heute haben, und dass die Sonne heute nur unwesentlich heller ist, als sie es bei der Erschaffung vor einigen tausend Jahren war.

Die Kometen

Kometen sind extrem zerbrechlich. Sie können durch einen Zusammenstoss mit einem Planeten verloren gehen. Wir konnten das 1994 beobachten, als ein Komet auf den Jupiter abstürzte. Eine weitere Möglichkeit für den Verlust eines Kometen besteht in seiner Ablenkung durch die Gravitation der Planeten, sodass er aus dem Sonnensystem hinaus katapultiert wird. Dies hat man schon einige male beobachtet. Wahrscheinlich kommt es noch öfters vor, denn die Kometen nützen sich bei jedem Durchgang ab. Der Schweif der Kometen besteht aus Staub und Gas, die aus dem Kometenkern entwichen sind. Der Verlust wiederholt sich jedes Mal wenn der Komet bei seinem Umlauf bei der Sonne vorbeikommt. Weil der Kometenkern dabei immer mehr Material verliert, hat er bei jedem Durchgang weniger Material zur Verfügung.

Weil sich die Kometen abnützen, können wir die obere Grenze der Zeit abschätzen, während der sie noch die Sonne umkreisen können. Auch wenn man die günstigsten Voraussetzungen macht, bleiben nach einigen 10-Millionen Jahren keine Kometen mehr übrig. Das ist viel weniger als die angenommenen 4,5 Milliarden Jahre für das Alter des Sonnensystems. Das bedeutet, dass das Sonnensystem kaum Milliarden Jahre alt sein kann. Hingegen stimmt es mit einem nur einige tausend Jahre alten Sonnensystem überein.

Natürlich haben die Astronomen dieses Problem schon lange erkannt und auch eine Lösung gefunden. Sie sagen, dass Kurzzeitkometen aus dem Kuiper-Belt kommen, das ist eine Ansammlung von Kometenkernen, die ausserhalb der Neptunbahn die Sonne umkreist. Langzeitkometen kommen angeblich aus der Oort’schen Wolke, einem Schwarm von Kometen, der sich viel weiter draussen befindet. Störungen in der Gravitation können den Kometen Energie rauben, sodass sie ins Innere des Sonnensystems fallen. Sie ersetzen damit ältere Kometen, welche laufend sterben. Daher gab es während Milliarden Jahren eine nahezu kontinuierliche Lieferung von neuen Kometen.

Seit man 1990 mit den Beobachtungen begann, wurden im Gebiet, wo der Kuiper-Belt sein müsste, viele grosse Objekte entdeckt. Die meisten Astronomen nehmen an, dass es sich dabei um die grösseren Objekte des Kuiper-Belt’s handle. Allerdings sind diese Objekte um Grössenordnungen grösser als irgendein Kometenkern, der je beobachtet wurde. Daher muss man sich fragen, ob dies nun tatsächlich Kometenkerne sein könnten. Weit problematischer ist die Oort’sche Wolke. Man hat noch nie ein Objekt entdeckt, das eindeutig zur Oort’schen Wolke gehört. Und da die Distanz zur hypothetischen Oort’schen Wolke sehr gross ist, wird man kaum je ein Objekt finden. Ohne ein beobachtetes Objekt und ohne eine realistische Chance, ein Objekt zu finden, kann man die Oort’sche Wolke kaum als wissenschaftliches Konzept gelten lassen.

 

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