Theologische Überlegungen

die für 6-Tage Schöpfung sprechen

a) Die zehn Gebote wurden von Gott auf einer Steintafel dem Moses übergeben. Auf dieser Steintafel steht im Sabbatgebot unter anderem: "Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den Herrn, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt. Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde geschaffen, das Meer und alles, was in ihnen ist; aber am siebten Tag hat er geruht;" (2. Mose 20, 9-11) Gott bezieht sich bei den Schöpfungstagen eindeutig auf 24-Stunden Arbeitstage. Er bestätigt damit, dass in der Schöpfungsgeschichte mit den Schöpfungstagen normale 24-Stunden Tage gemeint sind (1. Mose 1,1-2,4). Ein solcher Tag bedeutet eine einmalige Umdrehung der Erde um sich selbst. Die Sonne braucht es dazu nicht unbedingt, nur eine Lichtquelle, z.B. eine leuchtende Gaswolke im Weltraum.

b) In der "Lückentheorie" wird der Evolutionsprozess an den Anfang vor dem Sechstagewerk gesetzt. Dadurch konnte eingeräumt werden, dass die Erde viele Millionen Jahre alt sei. Das ist jedoch unvereinbar mit dem Zeugnis, dass die ganze Schöpfung vom Schöpfer selber als "sehr gut" bezeichnet wurde. (1)

c) Jesus schuf durch sein Wort und ohne Zeitverbrauch in unerklärlicher Weise. Er schuf augenblicklich neues Hautgewebe oder Muskelgewebe bei Kranken, er verwandelte augenblicklich Wasser in Wein, er vermehrte Brot, ohne an Zeit gebunden zu sein. (2) Er schuf alle diese Dinge fertig, wie wenn sie „normal“ mit viel Zeit entstanden wären. Der Wein war gut, also schien es, wie wenn er gut gewachsen, gekeltert, vergoren und gelagert worden wäre. Genau so hat Gott Himmel und Erde fertig geschaffen. Adam und Eva waren von Anfang an als erwachsene Menschen mit einem scheinbaren Alter von vielleicht 30 Jahren geschaffen worden. Auch Himmel und Erde hat der Schöpfer als fertige Schöpfung gemacht, die am siebten Tag ein scheinbares Alter von vielen Milliarden Jahren hatten.

d) Evolutionistisch gesehen befindet sich die Welt langfristig auf einem Weg der Besserung. Nach dem biblischen Zeugnis dagegen sind die Krisen und Katastrophen Ausdruck des göttlichen Gerichts und Indiz einer prinzipiellen Ohnmacht des Menschen. Der Mensch ist das Zentrum des Schöpfungswerkes Gottes. In evolutionärer Perspektive ist jedoch die Menschheitsgeschichte eine unbedeutende Randerscheinung am äussersten Rand der Kosmosgeschichte. Das läuft auf eine radikale Umdeutung der christlichen Heilslehre hinaus. (3)

Weitere theologische Argumente

A)  Es gibt keine normgebende Instanz für eine absolute Ethik im konsequent evolutionären Rahmen – im Gegenteil: Die Werte ändern sich. Evolutionstheoretisch gedacht ist alles recht, was im Dasein ist, denn das hat sich durchgesetzt und als tauglich erwiesen. (4)

B) Weil es in der Evolution keine definitiven Normen gibt, gibt es auch keine Sünde, keine Verantwortung, kein Ziel. Sünde in evolutionärer Sicht ist unverschuldete Unfähigkeit. (5)

C) Wenn Gott durch Evolution geschaffen hat, so ist er auch für die Sünde verantwortlich.

D) Für den christlichen Glauben ist die Annahme schlechterdings ausgeschlossen, dass derselbe Gott, der im Tod Jesu Christi das Gericht über die Sünden der Welt auf sich genommen hat, den Menschen als Sünder geschaffen hätte. (6)

E) Ohne den Tod gibt es keine Evolution. Aber der Tod ist ein Feind Gottes und er ist der Sünde Sold. Jesus Christus selbst hat den Tod an sich als negativ betrachtet und seinen eigenen Tod als Sündenstrafe erlitten. Nirgendwo in der Bibel wird der Tod als Mittel der Hervorbringung von Leben, als kreatives Werkzeug der Schöpfung gesehen. (7)

(1) Reinhard Junker, Leben durch Sterben, Pascal-Verlag, Berlin, 1993, Seite 158

(2) Ref. (1), Seite 193

(3) Ref. (1), Seite 255

(4) Ref. (1), Seite 93

(5) Ref. (1), Seite 104

(6) Ref. (1), Seite 130

(7) Ref. (1), Seiten 149, 150

 

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